Coolness-Training

Jedes Kind hat ein Recht darauf, im Unterricht störungsfrei zu lernen! Jeder Lehrer hat ein Recht darauf, seinen Unterricht störungsfrei durchzuführen!

Niemand hat das Recht, jemand anderen zu beleidigen, verletzen oder auszugrenzen!

In unserer Schule stellten wir immer wieder fest, dass konfliktträchtige Situationen sowohl im Klassenraum als auch auf dem Schulhof viel qualitative Zeit gemeinsamen Lernens und Lehrens in Anspruch nahm. Unsere bisherigen Regeln schienen nicht mehr auszureichen, um das gemeinsame Ziel des respektvollen Umgangs miteinander zu gewährleisten, Nach gründlicher Überlegung im Kollegium und Gesprächen mit den Mitarbeitern der OGS fassten wir den Entschluss, mit allen Beteiligten ein umfassendes Coolness-Training unter der Leitung von Herrn Jürgen Berger durchzuführen.

Im November 2014 setzten sich das Kollegium sowie die Mitarbeiter der Ganztagsbetreuung im Rahmen einer ganztägigen Fortbildung mit Gewaltprävention und Gewaltintervention intensiv auseinander. Herr Berger ermöglichte uns mithilfe von theoretischen Grundlagen und praktischem Coolness-Training einfache zielorientierte Maßnahmen zur Förderung der Sozialkompetenz innerhalb des Schullebens einzuüben.
In einer anschließenden Konferenz wurde über einen einheitlichen Maßnahmenkatalog abgestimmt, der bei Verstoß gegen Klassen- und Schulregeln in Kraft tritt.
Die Kinder wurden informiert und mit dem ersten Baustein, der Ruheregel, konfrontiert. Die direkte Durchführung einheitlichen Handelns seitens der Lehrerinnen machte den Kindern deutlich, dass Regelverstöße die gemeinsame und individuelle Arbeit stören und jedes Kind lernen kann selbst auf die Einhaltung der Regel zu achten.
Wichtiger Baustein für den eigenständigen, würdevollen Umgang der Kinder untereinander ist die Stopp-Regel, die (zunächst ohne Lehrerunterstützung) jedem Kind zur Verfügung steht, um alltägliche Konfliktsituationen selbstbewusst bewältigen zu können.

Damit das Coolness-Training allerdings ein fester Bestandteil des Schullebens sein kann, war es weiterhin erforderlich, den Eltern unser Vorhaben zu vermitteln und transparent zu machen.
An einem gut besuchten Elternabend stellte Herr Berger sein Konzept und die mit den Kindern geplante Trainingsphase des Coolness-Trainings vor. An zwei Tagen kamen Herr Berger sowie eine Mitarbeiterin und übten mit allen Klassengemeinschaften, wie „cool“ es ist, sich gegenseitig ernst zu nehmen. Persönliche Ansprache jedes einzelnen Kindes, Partnerübungen und Gruppenspiele beeindruckten die Kinder sichtbar. Diese Stärkung der Selbst- und Fremdwahrnehmung mithilfe einfacher Umgangsregeln fördert das soziale Miteinander und damit auch die Freude am Lernen und Leben in der Schulgemeinschaft.

Das Coolness-Training ist nun fester Bestandteil in unserer Schule und erleichtert durch seine Eindeutigkeit und Transparenz einen sachlichen, sozialverträglichen Umgang miteinander.

Folgend können Sie die Regeln und Konsequenzen bei Missachtung lesen, die ab sofort in der Sauerschule gelten:

Jedes Kind hat ein Recht darauf, im Unterricht störungsfrei zu lernen! Jeder Lehrer hat ein Recht darauf, seinen Unterricht störungsfrei durchzuführen!

Es gelten folgende Klassenregeln:

  • Ich komme pünktlich mit Pantoffeln und meinem kompletten Arbeitsmaterial zum Unterricht!
  • Ich melde mich und höre zu!
  • Ich arbeite leise!
  • Ich bin hilfsbereit und helfe anderen im Flüsterton!
  • Ich räume das Material wieder an seinen Platz zurück!
  • Ich verhalte mich im Flur leise und gehe auf der rechten Seite!

Als einheitliches Ruhesignal gilt:
3-2-1-RUHE!

Wenn Kinder die Klassenregeln missachten und dadurch den Unterricht stören, halten sich alle Lehrer an folgenden Ablauf:

1. Stufe:
Das Kind wird ermahnt, der Name an die Tafel geschrieben und der 1. Strich vergeben. Bei weiterer Störung wird erneut ermahnt und ein 2. Strich notiert.

2. Stufe:
Bei weiterer Störung gibt es einen 3. Strich. Dies bedeutet, dass die Grenzen überschritten wurden. Das Kind muss für den Rest der Stunde in eine andere Klasse. Es muss sich dort vorstellen.

3. Stufe:
Stört das Kind ein weiteres Mal (in der anderen Klasse, in der eigenen Klasse oder im Fachunterricht) muss es die Schule verlassen und von den Eltern abgeholt werden. Es übernimmt Verantwortung für sein Fehlverhalten und ruft seine Eltern an. „Ich habe mich mehrfach nicht an die Regeln gehalten. Ich muss musst abgeholt werden!“

Verweigert sich ein Kind und geht nicht in eine andere Klasse, wird es unter Einbeziehung einer weiteren Lehrerin erneut aufgefordert, in einem anderen Klassenraum weiterzuar-beiten. Reagiert das Kind wieder nicht auf die erneute Aufforderung, wird die Schulleitung geholt. Verweigert das Kind weiterhin, muss es selbst die Eltern informieren und abgeholt werden.

Versäumtes muss nachgeholt werden!

Niemand hat das Recht, jemand anderen zu beleidigen, verletzen oder auszugrenzen!

Die Stopp-Regel: Stärkung der Sozialkompetenz

In den Pausen regeln die Kinder Streitigkeiten untereinander möglichst selbständig:

Jedes Kind, das sich beleidigt, verletzt oder ausgegrenzt fühlt, macht dieses durch ein klares STOPP mit einer eindeutigen Handbewegung deutlich. Dazu hält es eine offene Hand deutlich vor sich und spricht: “STOPP!!............. Ich möchte nicht, dass du..........!” Es wendet sich ab und geht weg und damit dem Konflikt aus dem Weg. Das andere Kind muss darauf reagieren und das nicht gewünschte Verhalten unterlassen. Erfolgt diese Reaktion nicht bis zum 3. STOPP, darf das geärgerte Kind sich bei den Lehrerinnen oder OGS-Mitarbeiterinnen beschweren. Als Konsequenz muss das ärgernde Kind den Rest der Pause/Spielzeit still auf der Eingangstreppe stehen!

Kommt es bei einer Auseinandersetzung zur groben Gewalt, behalten wir uns vor, die Kinder abholen zu lassen!

Bitte sorgen Sie dafür, dass Sie jederzeit erreichbar sind.

Zum Betrachten der folgenden Dia-Show bitte auf das unten stehende erste Vorschau-Bild klicken. Die Dia-Show öffnet sich in einem neuen Fenster, das sich beim Hineinklicken wieder automatisch schließt.

... Viel Spaß!

Coolness-Training - 2014

 

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